FAQ
Hier beantworten wir die uns bei Hofführungen und anderen Anlässen am meisten gestellten Fragen.
Wir sind ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb und leben ausschließlich von unserer Landwirtschaft.
Auf dem Schmiederhof leben Rinder unterschiedlichster Rassen, Schweine, Hühner, Ziegen, Hasen, Hunde und Katzen.
Rund 200 Tiere haben auf den weitläufigen Weideflächen und in den Ställen einen Platz.
Bei einer Mutterkuhhaltung werden weibliche Hausrinder nicht zur Milchproduktion für den Menschen gehalten.
Kühe, Kälber und Jungtiere leben nahezu ganzjährig frei auf der Weide. Die Milch der Kühe gehört den Kälbern. Das Kalb saugt am Euter der Kuh bis zum Absetzen im Alter von etwa zehn Monaten.
Auf dem Schmiederhof lebt Fleckvieh – auch Simmentaler oder Simmentaler Fleckvieh genannt – sowie die Schwarzwälder Rasse der „Hinterwälder“.
Die Hinterwälder stammen aus dem Südschwarzwald und lieben das Leben in freier Natur. Sie sind kleinwüchsig und hinterlassen weniger Trittspuren im steilen Gelände. Dadurch eignen sie sich zur Beweidung sensibler ökologischer Flächen.
Das Fleckvieh ist ein Oberbegriff für verschiedene, herkunftsbezogene Hausrind-Rassen. Es geht auf Hausrinder im Simmental im Berner Oberland zurück, das schon im Mittelalter für großwüchsige und gescheckte Rinder bekannt war. Als Zweinutzungsrasse wird das Fleckvieh wegen seiner Milch- und Fleischleistung geschätzt.
Die Rinder leben von Frühjahr bis Herbst in einer Mutterkuhhaltung auf den Weideflächen des Langenhard. Im Winter sind sie in Hofstallungen mit Auslauf in einer Offenstallhaltung untergebracht.
Sie fressen vor allem grünes Gras und das daraus erzeugte Heu. Etwas Mais, Getreideschrot und Apfeltrester aus weitgehend eigenen Futtermittelkreisläufen ergänzen das Futter.
Zur Endmast kommen die Tiere für einige Wochen in großzügige Stallungen, bevor sie im Alter von etwa 20 bis 24 Monaten geschlachtet werden.
In Deutschland war es lange üblich, Kälber routinemäßig zu enthornen, um Verletzungen für Menschen und andere Rinder zu vermeiden. Besonders in engen Laufställen galt das Risiko als hoch.
Die Hörner spielen in der Hierarchie der Herde eine wichtige Rolle. Es kam zu einer Zucht auf genetische Hornlosigkeit durch den Einsatz hornloser Bullen und die gezielte Weiterzucht hornloser Kühe. Teilweise finden sich in unseren Herden noch Tiere aus dieser Zuchtlinie.
Grundlegend lassen wir den Tieren ihre Hörner. Wichtig ist ein vertrauensvolles Miteinander, geduldiger Umgang von klein an und das Verstehen der „Kuhsprache“, um Warnsignale früh zu erkennen. Dazu brauchen die Rinder ausreichend Platz – den haben sie bei uns auf dem Langenhard.
In den Stallungen auf dem Langenhard leben Schweine der Rasse Deutsches Landschwein.
Die Schweine leben in Bauernhofstallungen bzw. in einer halboffenen Stallung. Ziel ist der vollständige Umstieg auf eine Offenstallhaltung.
Der Begriff „Dreckschwein“ passt nicht zu ihrem Wesen. Artgerecht gehalten trennen Schweine Aufenthalts-, Fress-, Schlaf- und Kotplatz sehr genau.
Die Futtermittel für Kühe und Schweine außerhalb der hofeigenen Grünlandbewirtschaftung werden überwiegend im Umkreis von etwa 20 Kilometern um den Hof erzeugt. Dazu zählen Mais und Getreide.
Eigene Bewirtschaftungskreisläufe sind für uns Grundlage für Selbstbestimmung und Qualität in der Lebensmittelerzeugung – vom Futter bis zum fertigen Produkt.
Aufgrund der veränderten Klimasituation und damit verbundener Ernteausfälle sind punktuell Zukäufe nötig. Auch hier achten wir darauf, die Herkunft des Futters zu kennen.
Unsere Tiere werden im ortsnahen Schlachthof der Erzeugergemeinschaft Weideland Schuttertal in Seelbach-Wittelbach geschlachtet.
Unsere Bauch- und Schinkenspecke räuchern wir nach alten Familienrezepten in der eigenen Räucherkammer direkt auf dem Schmiederhof.
Das Nationale Naturerbe ist eine Initiative des Bundes. Rund 156.000 Hektar wertvoller Naturflächen im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland wurden nicht privatisiert, sondern dem Naturschutz übergeben.
Dazu zählen ehemals militärisch genutzte Gebiete, Flächen entlang der innerdeutschen Grenze („Grünes Band“) oder stillgelegte Braunkohletagebaue. Viele Flächen wurden an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Länder oder Naturschutzorganisationen übertragen.
Der Lahrer Langenhard mit seinem rund 60 Hektar umfassenden Gelände gehört dazu. Dort weiden unsere Hinterwälder Rinder und unterstützen die gewünschte Entwicklung von Flora und Fauna.
Weiteres unter www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/naturschutz-biologische-vielfalt/gebietsschutz-und-vernetzung/nationales
